Sammlung alter Kinderreime und -gedichte aus Kinderbüchern und unbekannten Quellen

Kindererlebnistag Stübing

Backe, backe, Kuchen

 

Backe, backe, Kuchen,

der Bäcker hat gerufen!

Wer will guten Kuchen backen,

der muss haben sieben Sachen:

Eier und Schmalz, Butter und Salz,

Milch und Mehl, Safran macht den Kuchen gehl!

Schieb, schieb in’n Ofen ’nein.

 

Das ist der Daumen

 

Das ist der Daumen,

der schüttelt die Pflaumen,

der hebt sie auf,

der trägt sie nach Haus,

der kleine Schelm isst sie alle auf.

 

Meine Mutter schickt mich her

 

Meine Mutter schickt mich her,

ob der Kaffee fertig wär?

Sag ein schönes Kompliment -  der Kaffee ist verbrennt.

Die Milch ist aus dem Topf gelaufen,

was drin blieb, tut die Katze saufen.

Und wer nicht ist mit fortgeschwommen,

der soll schnell zum Kaffee kommen!

 

Heile, heile, Segen

 

Heile, heile Segen

sieben Tage Regen,

sieben Tage Sonnenschein,

wird alles wieder heile sein.

Heile, heile Segen,

sieben Tage Regen,

sieben Tage Schnee,

tut dem Kind schon nicht mehr weh.

 

 

Bienchen

 

Bienchen, Bienchen,

summ – summ summ,

um die Blumen summ herum!

Tauch hinein dein Köpfchen,

hol die Nektartröpfchen,

flieg zurück zum Bienenhaus,

mach uns süßen Honig draus

 

Zehn kleine Zappelmänner

 

Zehn kleine Zappelmänner zappeln hin und her,

zehn kleinen Zappelmännern fällt das gar nicht schwer.

Zehn kleine Zappelmänner zappeln auf und nieder,

zehn kleine Zappelmänner tun das immer wieder.

Zehn kleine Zappelmänner zappeln ringsherum,

zehn kleine Zappelmänner, die sind gar nicht dumm.

Zehn kleine Zappelmänner spielen gern Versteck,

zehn kleine Zappelmänner sind auf einmal weg.

Zehn kleine Zappelmänner sind nun wieder da,

zehn kleine Zappelmänner rufen laut: Hurra!

 

Hoppe, hoppe, Reiter

 

Hoppe, hoppe, Reiter,

wenn er fällt dann schreit er.

Fällt er in den Graben,

fressen ihn die Raben.

Fällt er in die Hecken,

fressen ihn die Schnecken.

Fällt er in den Sumpf, macht der Reiter: plumps!

 

Sitzt ein Büble auf dem Ast

 

Sitzt ein Büblein auf dem Ast ,

hüpft von Ast zum Ästchen ,

guckt ins Vogelnestchen,

ei da lacht es, ei da kracht es,

Blums da liegt es unten.

 

Das Huhn

 

Ein Huhn, das fraß,

man glaubt es kaum,

die Blätter von ´nem Gummibaum,

dann ging es in den Hühnerstall

und legte einen Gummiball!

 

Da hast ‘nen Taler

 

Da hast ‘nen Taler

geh auf den Markt,

kauf dir ‘ne Kuh

und ein Kälbchen dazu

Das Kälbchen hat ein Schwänzchen,

dideldidel-dänzchen.

 

Eine kleine Dickmadam

 

Eine kleine Dickmadam

fuhr mal mit der Eisenbahn.

Dickmadam, die lachte,

Eisenbahn, die krachte.

Eins, zwei, drei,

und du bist frei!

 

Piep, Piep, Piep

 

Piep, Piep, Piep,

wir haben uns alle lieb,

ein jeder esse was er kann,

nur nicht seinen Nebenmann;

und nimmt man’s ganz genau,

auch nicht seine Nebenfrau;

und auch nicht das Geschirr,

sonst macht’s im Magen Klirr.

 

 

 

Es war einmal ein Mann

 

Es war einmal ein Mann,

der hatte sieben Kinder,

die Kinder sprachen:

Vater erzähl‘ uns eine Geschichte.

Da fing der Vater an,

es war einmal ein Mann,

der hatte sieben Kinder …

 

 

 

Messer, Gabel, Schere, Licht

 

Messer, Gabel, Schere, Licht

sind für kleine Kinder nicht!

 

 

 

 

Regen

 

Ich bin schon manchmal aufgewacht, wenn’s regnet mitten in der Nacht;

dann lieg ich da und höre:

Der Regen trommelt auf das Dach

Und rauscht und plätschert wie ein Bach

durch unsere Regenröhre.

Und heult der Wind um unser Haus – das macht mir überhaupt nichts aus,

das Kissen hält mich warm.

Die Welt ist draußen schwarz und kalt,

ich liege in meinem Bett und halt mein´Teddybär´n ganz fest.

 

 

 

Abends wenn ich schlafen geh

 

Abends wenn ich schlafen geh

vierzehn Engel um mich stehn

zwei zu meiner Rechten

zwei zu meiner Linken

zwei zu meinen Häupten

zwei zu meinen Füßen

zwei, die mich decken

zwei, die mich wecken

zwei, die mich führen

ins himmlische Paradies

(Amen)

 

 

 Gebet 

 

Ich bin klein, mein Herz ist rein

Ich bin klein

mein Herz ist rein

dass niemand drin wohne

als Jesus allein

 

 

Wir haben Hunger

 

Wir haben Hunger, Hunger, Hunger, haben Hunger, Hunger, Hunger,

haben Hunger, Hunger, Hunger, haben Durst.

Wo bleibt das Essen, Essen, Essen,

bleibt das Essen, Essen, Essen, bleibt die Wurst?

Wenn wir nichts kriegen, kriegen, kriegen,

fressen wir Fliegen, Fliegen, Fliegen,

fressen wir Fliegen, Fliegen, Fliegen,

von der Wand.

 

Erntezeit

 

Lieber Apfel, rot und munter,

fall herunter, ja ja, aber fall nicht auf den Stein,

in mein Körberl fall hinein.

Liebe Birne, gelb und munter, fall herunter, ja ja,

aber fall nicht auf den Stein,

in mein Körberl fall hinein.

Liebe Zwetschke, blau und munter,

fall herunter, ja ja, aber fall nicht auf den Stein,

in mein Körberl fall hinein.

Liebe Kastanie, braun und munter, fall herunter, ja ja,

 aber fall nicht auf den Stein,

in mein Körberl fall hinein.

 

 Unser Besteck

 

Herr Löffel und Frau Gabel, die zankten sich einmal.

Der Löffel sprach zur Gabel:

Frau Gabel, halt den Schnabel, du bist ja bloß aus Stahl!

Frau Gabel sprach zum Löffel:

Ihr seid ein großer Töffel mit eurem Gesicht aus Zinn,

und wenn ich euch zerkratze mit meiner Katzentatze,

so ist eure Schönheit hin!

Das Messer lag daneben und lachte: Gut gegeben!

Der Löffel aber fand:

Mit Herrn und Frau aus Eisen ist nicht gut Kirschen speisen,

und küsste Frau Gabel galant – die Hand.

 

 

 

Morgens früh um sechs

 

Morgens früh um sechs

kommt die kleine Hex‘.

Morgens früh um sieben

kocht sie gelbe Rüben.

Morgens früh um acht

wird Kaffee gemacht.

Morgens früh um neun

geht sie in die Scheun‘.

Morgens früh um zehn

holt sie Holz und Spän‘,

feuert an um elf,

kocht dann bis um zwölf:

Fröschebein‘ und Krebs und Fisch.

Hurtig, Kinder, kommt zu Tisch!

 

 

 

 

Piep, Piep, Mäuschen

 

Piep, Piep, Mäuschen,

bleib in Deinem Häuschen.

Frisst du mir mein Butterbrot,

kommt die Katz´ und beißt dich tot.

Piep, Piep, Piep, recht guten Appetit!

 

 

 

Endlich Frühling

 

"Endlich Frühling," sagt die Sonne
und steigt zum Himmel voller Wonne.
"Meine warmen Arme werd' ich strecken
und dann alle Freunde wecken.
(Finger der linken Hand spreizen, die Hand über Kopf steigen lassen )
Den ersten Strahl mit warmem Kuss,

zu meinem lila Freund, dem Krokus."
(Daumen der linken Hand berührt Daumen der rechten Hand - Blumenhand)
"Vielen Dank, Frau Sonne! Wie geht's denn so?"

fragt der kleine Krokus und streckt sich froh.
(Rechter Daumen - Krokus - streckt sich aus der Daumenhaltung )
"Den zweiten Strahl, sonnenwarm und wunderbar

schenk ich der roten Tulpenschar."
(Zeigefinger der linken Hand berührt Zeigefinger - Tulpe - der rechten Hand)
"Vielen Dank, Frau Sonne! Wie geht's denn so ?"
sagt die Tulpe und streckt sich froh.
(Rechter Zeigefinger streckt sich )
"Beim dritten Strahl lass ich frohlocken
und läuten alle Osterglocken."
(Mittelfinger der linken Hand berührt Mittelfinger - Osterglocke - der rechten Hand)
"Vielen Dank, Frau Sonne! Wie geht's denn so?"
sagt die Osterglocke und streckt sich froh.
(Rechter Mittelfinger streckt sich.)
"Beim vierten Strahl, da will ich sehn,
die Butterblume gelb und schön."
(Ringfinger der linken Hand berührt Ringfinger - Butterblume - der rechten Hand.)
"Vielen Dank, Frau Sonne! Wie geht's denn so?"
sagt die Butterblume und streckt sich froh.
(Rechter Ringfinger streckt sich)
Nur eine, die Fünfte, hat die Sonne vergessen.
Welche, das würdet ihr jetzt gern' wissen?
Tage später streckt sie ihre Blüten ans Licht
und ruft leise: "Frau Sonne, Frau Sonne, hier bin ich,
das Vergiss-mein-nicht!"
(Rechter kleiner Finger streckt sich Vergiss-mein-nicht)